Branche

Speiseresteentsorgung für Lebensmittelindustrie und Bäckereien

In der Lebensmittelproduktion entstehen Reste, die sich planen lassen, und solche, die plötzlich anfallen: Teigreste, Anschnitte, Retouren, Fehlchargen oder verpackte Ware mit Mängeln. ReFood entsorgt diese Lebensmittelabfälle getrennt nach Fraktion und mit Nachweis.

Fraktionen

Unverpackte Produktionsreste und verpackte Ware werden getrennt erfasst und verarbeitet.

Abfallschlüssel

Je nach Herkunft zum Beispiel AVV 02 06 01 für Back- und Süßwaren oder 02 03 04 für Obst und Gemüse.

Große Chargen

Fehlchargen und größere Einzelmengen werden als Sonderentsorgung einzeln abgestimmt.

Qualität

Entsorgungsfachbetrieb, zertifiziert nach DIN EN ISO 9001, HACCP, REDcert und SURE.

Typische Reste aus Produktion und Backstube

In Bäckereien bleiben Teigreste, Brösel und Anschnitte aus der Produktion, dazu kommen Retouren aus den Filialen: Brot, Brötchen und Kuchen, die am Vortag nicht verkauft wurden. Konditoreien haben Reste von Cremes, Sahne, Füllungen und Tortenböden. In der übrigen Lebensmittelverarbeitung fallen je nach Betrieb Schälreste von Obst und Gemüse, Anfahrverluste beim Produktionsstart oder Ware an, die bei der Qualitätskontrolle aussortiert wurde.

Viele dieser Reste sind unverpackt und können im Culino-Behälter gesammelt werden. Andere sind bereits verpackt, etwa eine Charge mit fehlerhafter Etikettierung oder undichten Packungen. Für beide Fälle gibt es eine Lösung, gemischt werden dürfen sie seit dem 1. Mai 2025 aber nicht mehr.

Verpackte Ware und Fehlchargen

Nach der Novelle der Bioabfallverordnung werden verpackte und unverpackte Lebensmittel getrennt gesammelt und getrennt verarbeitet. Verpackte Ware wird in der ReFood-Niederlassung mechanisch entfrachtet, also maschinell von der Verpackung getrennt, und danach auf Fremdstoffe beprobt. Angenommen werden nur Weichverpackungen wie Folie, Beutel, Schalen, Becher oder Tetrapak, kein Glas und kein Blech.

Weil die Verarbeitung verpackter Ware aufwendiger ist, lohnt ein Blick auf die eigenen Abläufe: Was im Betrieb bereits entpackt wird, zählt zur unverpackten Fraktion. Lebensmittel tierischen Ursprungs, die wegen Herstellungs- oder Verpackungsmängeln nicht mehr für den Verzehr bestimmt sind, sind tierische Nebenprodukte der Kategorie 3 und dürfen nur von zugelassenen Betrieben übernommen werden. Weitere Hinweise gibt die Seite Entsorgung verpackter Lebensmittel.

Große Mengen und Sonderentsorgung

Für laufende Produktionsreste gibt es Culino-Behälter mit 120 oder 240 Litern. Hersteller, die als Großkunde betreut werden, können auch die BigBox mit 610 Litern nutzen, die stapelbar ist und einen Auflegedeckel hat. Fällt eine ganze Charge aus, etwa nach einer Unterbrechung der Kühlkette, stimmt ReFood eine industrielle Sonderentsorgung mit Ihnen ab. Nennen Sie dafür Art der Ware, Verpackung und ungefähre Menge.

Für gebrauchte Speiseöle und Frittierfette steht der Oleo90-Behälter bereit, für größere Mengen gibt es IBC-Behälter mit 600 oder 1.000 Litern und die Abholung per Tankwagen. Mehr dazu auf frittierfett-entsorgen.de.

Knochen, Fett und Schwarten aus der Fleischverarbeitung

Kleinere Fleischverarbeiter und Metzgereien mit eigener Produktion haben eine zusätzliche Fraktion: Knochen, Fett und Schwarten, Fleisch- und Fettabschnitte sowie ausgelöste Knochen. Sie werden getrennt von den übrigen Lebensmittelabfällen in Culino-Behältern gesammelt und an einen spezialisierten Verwerter der SARIA-Gruppe weitergegeben. Tierkörpermaterial der Kategorien 1 und 2 gehört nicht dazu. Mehr dazu unter Knochen, Fett und Schwarten entsorgen.

Nachweise für Audits und Lieferantenbewertung

Lebensmittelhersteller brauchen für ihre Entsorgung belastbare Nachweise, gegenüber Behörden und in Audits. Im Vertrag wird jede Fraktion mit ihrem Abfallschlüssel und dem Zusatz verpackt oder unverpackt erfasst. Für Produktionsbetriebe kommen je nach Herkunft zum Beispiel diese AVV-Nummern in Frage:

  • 02 02 03 für ungeeignete Stoffe aus der Verarbeitung von Fleisch, Fisch und anderen Nahrungsmitteln tierischen Ursprungs
  • 02 03 04 für ungeeignete Stoffe aus der Verarbeitung von Obst, Gemüse, Getreide, Kakao, Kaffee und Tee
  • 02 06 01 für ungeeignete Stoffe aus der Back- und Süßwarenherstellung
  • 20 01 25 für Speiseöle und Speisefette

ReFood ist Entsorgungsfachbetrieb und nach DIN EN ISO 9001 und HACCP zertifiziert, für die Energieerzeugung außerdem nach REDcert und SURE. Alle Abholungen werden digital dokumentiert, was die Lieferantenbewertung im eigenen Qualitätsmanagement erleichtert.

Bäckereien mit Filialen und mehreren Werken

Filialbäckereien sammeln Retouren oft zentral in der Backstube, andere lassen direkt an den Verkaufsstellen abholen. Der Abholrhythmus wird je Standort nach Bedarf festgelegt, zum Beispiel wöchentlich, zweimal pro Woche oder alle 14 Tage. Feste Abholtage sagt ReFood nicht zu, da sich Touren verschieben können. Liegen Ihre Werke oder Filialen im Gebiet mehrerer Niederlassungen, betreut Sie der Großkundenvertrieb mit einem zentralen Ansprechpartner.

Fragen

Häufige Fragen

Dürfen Brotretouren in die Speiserestetonne?

Ja, unverpacktes Brot, Brötchen und Kuchen gehören in den Culino-Behälter. Brot in Tüten oder Folie zählt dagegen als verpackte Ware und wird nach Absprache in einem eigenen Behälter gesammelt.

Was geschieht mit Produktionsresten nach der Abholung?

Verpackte Ware wird zuerst entpackt, danach werden die Reste zerkleinert und mindestens eine Stunde bei mindestens 70 °C hygienisiert. In einer Biogasanlage entstehen daraus Strom, Wärme und Biomethan, der Gärrest wird Dünger. Ausführlich beschreibt das die Seite Verwertung von Speiseresten.

Können wir eine einmalige Abholung für eine Fehlcharge beauftragen?

Ja, größere Einzelmengen werden als Sonderentsorgung abgestimmt. Nehmen Sie dazu über das Kontaktformular Kontakt auf und beschreiben Sie Ware, Verpackung und Menge. ReFood klärt dann mit Ihnen Behälter und Ablauf.

Wohin mit Fettabscheiderinhalten aus der Produktion?

Fettabscheider werden über den Fettabscheider-Service geleert und gewartet, die Arbeiten übernehmen geprüfte Partnerbetriebe. Die Inhalte werden in Biogasanlagen oder Klärwerken verwertet.

Brauchen Konditorei-Reste mit Sahne einen eigenen Behälter?

Nein, unverpackte Reste von Cremes, Sahne oder Tortenböden gehören wie andere Produktionsreste in den Culino-Behälter. Im Sommer kann ein häufigerer Tausch sinnvoll sein, weil Milchprodukte schnell sauer werden. Verpackte Milchprodukte werden getrennt erfasst.

Mehr erfahren

Weitere Branchen

  • 01

    Gastronomie

    Speiserestetonnen für Restaurants, Cafés und Imbisse: Tausch gegen gereinigte Behälter und Abholung im passenden Rhythmus.

  • 02

    Hotels

    Für Frühstücksbuffet, Bankett und Hotelrestaurant: Speiserestetonnen im Tausch und ein Rhythmus, der zur Belegung passt.

  • 03

    Kantinen und Großküchen

    Für Kantinen, Mensen, Großküchen und Catering: Speisereste aus Ausgabe und Tellerrücklauf sicher und nachweisbar entsorgen.

  • 04

    Pflegeheime und Kliniken

    Für Pflegeheime, Seniorenheime und Krankenhäuser: hygienische Speiserestetonnen im Tausch und nachvollziehbare Nachweise.

  • 05

    Lebensmittelhandel

    Für Supermärkte, Groß- und Einzelhandel sowie Wochenmärkte: verpackte und unverpackte Lebensmittel getrennt entsorgen.

Angebot für Ihren Betrieb anfordern

Beschreiben Sie kurz Ihren Betrieb und Ihre Mengen. Sie bekommen ein Angebot, das dazu passt, kostenlos und unverbindlich.

Angebot anfordernKostenlos und unverbindlich

Female Operator Working in Customer Support Center
Nach oben scrollen