Ratgeber
Behälter für Speisereste: Größen, Tauschsystem und Ablauf
Wer gewerblich Speisereste entsorgen muss, bekommt von ReFood verschließbare Sammelbehälter, die bei jeder Abholung gegen gereinigte getauscht werden. Hier lesen Sie, welche Größen es gibt, wie Sie richtig befüllen und worauf es am Abholtag ankommt.
Zwei Standardgrößen
Für die meisten Betriebe passt der Culino mit 120 oder 240 Litern, die BigBox mit 610 Litern ist Großkunden vorbehalten.
Tausch statt Leerung
Der Fahrer nimmt den vollen Behälter mit und stellt einen gereinigten hin, vor Ort wird nichts ausgeleert.
20 cm Luft lassen
Befüllen Sie jeden Behälter nur bis etwa 20 cm unter den Rand, damit beim Transport nichts überschwappt.
Ebenerdig bereitstellen
Stellen Sie die Behälter zur Abholung ebenerdig und ohne Hindernisse erreichbar bereit.
Welche Behälter es für Speisereste gibt
Für Küchen- und Speisereste setzt ReFood den Culino ein, einen fahrbaren Kunststoffbehälter mit zwei Rädern und Klappdeckel. Ihn gibt es in zwei Größen, mit 120 und mit 240 Litern. In den Culino kommen unverpackte Speisereste, in einem eigenen Behälter auch verpackte Lebensmittel, wenn diese Fraktion vereinbart ist. Knochen, Fett und Schwarten aus der Fleischverarbeitung werden ebenfalls in Culino-Behältern gesammelt, aber getrennt von den übrigen Lebensmittelabfällen.
Für sehr große Mengen gibt es die BigBox mit 610 Litern. Sie ist stapelbar, wird mit einem Auflegedeckel verschlossen und steht nur Großkunden zur Verfügung, etwa Unternehmen mit vielen Standorten, die zentral betreut werden. Frittierfett und Speiseöl sammeln Sie in einem eigenen Behälter, dem Oleo90. Wie das funktioniert, steht auf frittierfett-entsorgen.de.
Maße der Behälter im Überblick
| Behälter | Volumen | Breite | Tiefe | Höhe | Hinweis |
|---|---|---|---|---|---|
| Culino 120 | 120 l | 505 mm | 555 mm | 1.005 mm | Standardbehälter |
| Culino 240 | 240 l | 580 mm | 740 mm | 1.100 mm | Standardbehälter |
| BigBox | 610 l | 1.200 mm | 1.000 mm | 760 mm | nur Großkunden, stapelbar, Auflegedeckel |
Alle Angaben sind Höchstmaße. Messen Sie den Stellplatz vorher aus und denken Sie an den Platz, den der geöffnete Deckel braucht. In engen Kellerräumen, Hinterhöfen oder schmalen Durchgängen passt der 120-Liter-Behälter oft besser, auch wenn Sie dann zwei statt einem Behälter brauchen.
So funktioniert das Tauschsystem
ReFood leert die Behälter nicht vor Ort. Der Fahrer nimmt bei jeder Abholung die vollen Behälter mit und stellt Ihnen dieselbe Zahl gereinigter Behälter hin. Jeder Tausch wird digital dokumentiert, Sie erhalten dafür einen Leistungsnachweis.
- Sie befüllen die Behälter im laufenden Betrieb und halten den Deckel geschlossen.
- Im vereinbarten Rhythmus stellen Sie die vollen Behälter ebenerdig bereit.
- Der Fahrer tauscht volle gegen gereinigte Behälter und dokumentiert die Abholung.
- Die Speisereste gehen zur Verwertung, die leeren Behälter in die Waschstraße.
Transportiert werden die Behälter in geschlossenen Kofferfahrzeugen mit Ladebordwand. In der Niederlassung werden sie entleert, in einer Behälterwaschstraße innen und außen gereinigt, kontrolliert, getrocknet und für die nächste Tour geladen. Sie müssen also keine Tonne auswaschen, und am Stellplatz bleiben keine angetrockneten Reste zurück.
Was in die Speiserestetonne gehört und was nicht
In den Behälter für unverpackte Speisereste gehören Zubereitungsreste, Tellerreste, unverpacktes Obst und Gemüse, Brot, Teigwaren und Teigreste. Auch feste Rückstände aus der Fritteuse kommen in die Speiserestetonne. Nicht hinein gehören:
- Besteck, Servietten und Verpackungen aller Art
- Gartenabfälle wie Grünschnitt oder Laub
- Glas und Blech, auch nicht im Behälter für verpackte Lebensmittel
Gebrauchtes Frittierfett und Speiseöl sammeln Sie getrennt im Oleo90. Verpackte Lebensmittel kommen in einen eigenen Behälter und nur in Weichverpackung, also in Folie, Netz, Schale, Becher oder Getränkekarton. Die Gründe erklärt der Ratgeber zur Entsorgung verpackter Lebensmittel.
Befüllen Sie jeden Behälter nur bis etwa 20 cm unter den Rand. Ist er voller, kann beim Verladen und im Fahrzeug Flüssigkeit überschwappen, und der Deckel schließt nicht mehr richtig.
Bereitstellung am Abholtag
Stellen Sie die Behälter ebenerdig und frei zugänglich bereit, am besten dort, wo der Fahrer sie ohne Stufen, Schwellen oder Treppen erreicht. Die Fahrzeuge haben eine Ladebordwand, verladen wird also vom Boden aus. Steht der Stellplatz hinter einem Tor, in einer Tiefgarage oder in einem Innenhof, klären Sie den Zugang vorher.
Feste Abholtage sagt ReFood nicht zu. Die Touren werden nach Bedarf geplant, üblich ist ein Tausch einmal oder zweimal pro Woche oder alle 14 Tage. Verkehr und Tourenänderungen können den Abholtag verschieben, planen Sie deshalb etwas Reservevolumen ein. Einen zusätzlichen Tausch, etwa nach einer großen Feier, melden Sie so früh wie möglich über die Kontaktseite an.
Behälter mit Fehlbefüllungen, zum Beispiel mit Glas, Besteck oder Verpackungen zwischen den Speiseresten, können stehen bleiben oder werden zusätzlich berechnet.
Hygiene am Stellplatz
Speisereste fangen vor allem im Sommer schnell an zu riechen. Halten Sie den Deckel immer geschlossen und stellen Sie die Behälter schattig und möglichst kühl auf, nicht direkt unter Fenstern oder neben Lüftungsöffnungen. Weil Sie bei jedem Tausch einen gereinigten Behälter bekommen, bleiben keine alten Reste am Behälterboden. Das mindert Gerüche und macht den Stellplatz für Fliegen, Ratten und andere Schädlinge weniger attraktiv.
ReFood arbeitet nach HACCP-Standard. Neben den Behältern werden auch die Sammelfahrzeuge desinfiziert. Ihr eigener Beitrag ist klein: Wischen Sie Deckelränder ab, wenn beim Befüllen etwas danebengeht, und fegen Sie den Stellplatz nach dem Tausch kurz aus.
Welche Behältergröße zu Ihrem Betrieb passt
Die passende Größe hängt davon ab, wie viele Speisereste pro Woche anfallen, wie oft getauscht wird und wie viel Platz Sie haben. Als grobe Orientierung:
- Der 120-Liter-Behälter passt zu kleineren Restaurants, Cafés und Imbissen und überall dort, wo der Stellplatz eng oder der Weg zur Übergabestelle lang ist.
- Der 240-Liter-Behälter eignet sich für Betriebe mit regelmäßig größeren Mengen, etwa Hotels mit Frühstück und Bankett, Kantinen oder Pflegeeinrichtungen.
- Die BigBox mit 610 Litern ist für Großkunden mit sehr großen Mengen gedacht, zum Beispiel aus Handel oder Lebensmittelproduktion.
Oft ist eine Kombination sinnvoll, zum Beispiel zwei 120-Liter-Behälter statt eines 240-Liter-Behälters, weil sich kleinere Behälter auch voll noch gut bewegen lassen. Kennen Sie Ihre Menge noch nicht, können Sie das in der Angebotsanfrage angeben und sich beraten lassen. Hinweise für einzelne Branchen finden Sie etwa für die Gastronomie und für Kantinen und Großküchen.
Fragen
Häufige Fragen
Muss ich die Speiserestetonne selbst reinigen?
Nein. Bei jeder Abholung tauscht ReFood den vollen Behälter gegen einen gereinigten aus, die Reinigung übernimmt die Behälterwaschstraße in der Niederlassung. Sie sorgen nur dafür, dass der Deckel geschlossen bleibt und der Stellplatz sauber ist.
Kann ich die Behältergröße später ändern?
Ja. Wenn sich Ihre Mengen ändern, etwa durch eine neue Speisekarte, mehr Gäste oder saisonale Schwankungen, lassen sich Größe, Anzahl und Rhythmus anpassen. Sprechen Sie die Änderung einfach mit ReFood ab.
Wer bekommt eine BigBox?
Die BigBox mit 610 Litern ist Großkunden vorbehalten. Das sind in der Regel Unternehmen mit mehreren Standorten oder sehr großen Mengen, die vom Großkundenvertrieb betreut werden. Für die meisten Restaurants, Hotels und Kantinen sind die Culino-Behälter die richtige Wahl.
Was tun, wenn der Behälter vor dem Abholtag voll ist?
Füllen Sie nicht über die Grenze von etwa 20 cm unter dem Rand hinaus, sondern melden Sie früh eine zusätzliche Abholung an. Kommt das öfter vor, ist ein weiterer Behälter oder ein kürzerer Rhythmus die bessere Lösung.
Darf Frittierfett in die Speiserestetonne?
Feste Rückstände aus der Fritteuse ja. Das gebrauchte Fett selbst sammeln Sie getrennt im Oleo90, einem eigenen Behälter mit transparenter Wand und fest verschließbarem Deckel. Mehr dazu auf frittierfett-entsorgen.de.
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