Ratgeber

Kosten der Speiseresteentsorgung: wovon der Preis abhängt

Einen Einheitspreis für die Speiseresteentsorgung gibt es nicht, weil jeder Betrieb andere Mengen, Abläufe und Standortbedingungen hat. Hier erfahren Sie, welche Faktoren die Kosten bestimmen und wo Sie selbst ansetzen können.

Kein Einheitspreis

Die Kosten richten sich nach Behältern, Abholrhythmus, Abfallart und Standort.

Verpackt kostet mehr

Verpackte Lebensmittel sind wegen der Entpackung teurer zu entsorgen als unverpackte Speisereste.

Sauber trennen

Fehlbefüllte Behälter können stehen bleiben oder zusätzlich berechnet werden.

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Warum es keinen Pauschalpreis gibt

Die Kosten der Speiseresteentsorgung setzen sich aus mehreren Bausteinen zusammen: den Behältern, der Zahl der Abholungen, dem Aufwand für Transport und Verwertung und den Bedingungen an Ihrem Standort. Ein kleines Café mit einem Behälter alle 14 Tage hat andere Anforderungen als eine Klinikküche, die zweimal pro Woche mehrere Behälter tauschen lässt. Deshalb erstellt ReFood für jeden Betrieb ein eigenes Angebot.

Auf dieser Seite nennen wir bewusst keine Beträge. Preise hängen von so vielen Faktoren ab, dass eine Pauschale eher in die Irre führen würde. Stattdessen erklären wir, woraus sich die Kosten zusammensetzen, damit Sie Angebote besser einschätzen und Ihren Bedarf realistisch planen können.

Diese Faktoren bestimmen die Kosten

Wie hoch die Kosten für Ihren Betrieb ausfallen, hängt vor allem von diesen Punkten ab:

  • Größe und Anzahl der Behälter, also wie viele Culino-Behälter mit 120 oder 240 Litern bei jedem Tausch mitgenommen werden
  • der Abholrhythmus, zum Beispiel einmal oder zweimal pro Woche oder alle 14 Tage
  • die Art der Abfälle, denn unverpackte Speisereste, verpackte Lebensmittel sowie Knochen, Fett und Schwarten werden getrennt gesammelt und unterschiedlich verarbeitet
  • der Standort und die Zufahrt, etwa ob das Fahrzeug gut halten kann und die Behälter ebenerdig erreichbar sind
  • zusätzliche Abholungen außerhalb des vereinbarten Rhythmus, zum Beispiel nach Veranstaltungen
  • Fehlbefüllungen, die zusätzlich berechnet werden können

Einen Unterschied macht auch die Vertragsform. Eine regelmäßige Entsorgung im vereinbarten Rhythmus wird anders kalkuliert als die einmalige Abholung einer größeren Menge.

Verpackt oder unverpackt macht einen großen Unterschied

Seit der Novelle der Bioabfallverordnung zum 1. Mai 2025 laufen verpackte Lebensmittel über einen eigenen Weg: getrennte Sammlung, maschinelle Entpackung und Kontrolle des Fremdstoffanteils, bevor das Material in die Biogasanlage darf. Dieser Mehraufwand und die nötigen Investitionen in Anlagentechnik schlagen sich im Preis nieder. Verpackte Lebensmittel sind deshalb teurer zu entsorgen als unverpackte Speisereste.

Für Ihre Kalkulation heißt das: Je größer der Anteil, den Sie unverpackt übergeben, desto günstiger wird es in der Regel. Ware, die Sie selbst auspacken, zählt als unverpackt. Ob sich das lohnt, hängt davon ab, wie viel Arbeitszeit das Auspacken kostet. Details stehen im Ratgeber zur Entsorgung verpackter Lebensmittel.

So senken Sie Ihre Entsorgungskosten

  1. Wählen Sie die passende Behältergröße. Da die Kosten wesentlich von der Zahl der getauschten Behälter abhängen, ist ein halb leerer Behälter bei jedem Tausch ebenso unwirtschaftlich wie einer, der regelmäßig vor dem Abholtag voll ist und Zusatzabholungen nötig macht.
  2. Schätzen Sie Ihre Menge realistisch ein. Beobachten Sie einige Wochen lang, wie voll die Behälter beim Tausch sind, und passen Sie Anzahl oder Rhythmus an. Saisonale Schwankungen, etwa in Ausflugslokalen oder Ferienhotels, lassen sich einplanen.
  3. Trennen Sie sauber. Besteck, Servietten, Glas oder Verpackungen im falschen Behälter können dazu führen, dass der Behälter stehen bleibt oder zusätzlich berechnet wird. Klare Arbeitsanweisungen und ein beschrifteter Stellplatz helfen dem Personal.
  4. Sammeln Sie Altfett getrennt. Gebrauchtes Frittierfett gehört in den Oleo90 und nicht in die Speiserestetonne, mehr dazu auf frittierfett-entsorgen.de.
  5. Vermeiden Sie Reste. Was gar nicht erst anfällt, muss auch nicht entsorgt werden.

Weniger Lebensmittelabfälle durch bessere Planung

Die günstigste Speiserestetonne ist die, die langsamer voll wird. Einige Ansätze für die Küche:

  • Portionsgrößen überprüfen und kleinere Portionen mit Nachschlag anbieten
  • Tellerreste stichprobenartig erfassen, um zu sehen, welche Beilagen oft liegen bleiben
  • Produktionsmengen an die tatsächliche Auslastung anpassen, etwa mit Vorbestellungen in Kantinen
  • das Lager so organisieren, dass ältere Ware zuerst verbraucht wird und weniger Ware das MHD überschreitet
  • Buffets gegen Ende des Service in kleineren Mengen nachlegen

Ganz vermeiden lassen sich Speisereste nie. Was übrig bleibt, verwertet ReFood zu Energie und Dünger, wie im Ratgeber zur Verwertung von Speiseresten beschrieben.

Warum der Restmüll keine Alternative ist

Manche Betriebe überlegen, Speisereste einfach mit dem Restmüll zu entsorgen. Rechtlich ist das keine Option, denn die Gewerbeabfallverordnung verpflichtet gewerbliche Abfallerzeuger, Bioabfälle getrennt zu sammeln und das zu dokumentieren. Wer Speisereste in den Restmüll wirft, verstößt gegen diese Pflicht und muss bei einer Kontrolle mit Beanstandungen rechnen.

Auch praktisch spricht wenig dafür. Speisereste sind schwer und feucht, riechen schnell und ziehen Schädlinge an. Restmülltonnen werden bei der Leerung in der Regel nicht gereinigt, Gerüche und Rückstände bleiben also am Stellplatz. Außerdem gehen im Restmüll Energie und Nährstoffe der Lebensmittel verloren, während aus der Speiserestetonne Strom, Wärme und Dünger werden. Welche Regeln im Einzelnen gelten, erklärt der Ratgeber zu den Vorschriften.

So kommen Sie zu einem Angebot

Ein kostenloses und unverbindliches Angebot erhalten Sie über die Angebotsanfrage. Das Formular fragt nach Ihrer Branche, den anfallenden Abfallarten, dem Standort und, falls bekannt, nach der gewünschten Zahl an 120- und 240-Liter-Behältern und dem Austauschrhythmus. Kennen Sie Ihren Bedarf noch nicht, geben Sie das einfach an. Die Anfrage wird einer Niederlassung in Ihrer Nähe zugeordnet, die Sie berät.

Nennen Sie auch Besonderheiten am Standort, etwa eine enge Einfahrt, eine Schranke oder einen Stellplatz im Innenhof, denn solche Punkte fließen in die Kalkulation ein. Betreiben Sie mehrere Standorte, geben Sie das im Formular an, damit alle Standorte berücksichtigt werden.

Fragen

Häufige Fragen

Was kostet die Entsorgung von Speiseresten?

Das hängt vor allem von Anzahl und Größe der Behälter, vom Abholrhythmus, von der Art der Abfälle und von Ihrem Standort ab. Einen Pauschalpreis gibt es deshalb nicht. Ihr Angebot erhalten Sie kostenlos und unverbindlich über die Angebotsanfrage.

Welche Behältergröße ist am wirtschaftlichsten?

Die Größe, die beim Tausch gut gefüllt ist, ohne vorher überzulaufen. Zwei kleinere Behälter können sinnvoll sein, wenn wenig Platz ist oder der Weg zur Übergabestelle lang ist. Die Beratung vor dem Angebot hilft, die passende Kombination zu finden.

Kostet eine zusätzliche Abholung extra?

Eine Abholung außerhalb des vereinbarten Rhythmus bedeutet einen zusätzlichen Tausch und erhöht deshalb die Kosten. Melden Sie sie so früh wie möglich an. Brauchen Sie regelmäßig Zusatzabholungen, sind ein weiterer Behälter oder ein kürzerer Rhythmus meist die bessere Lösung.

Was passiert, wenn ein Behälter falsch befüllt ist?

Fehlbefüllte Behälter, etwa mit Glas, Besteck oder Verpackungen zwischen unverpackten Speiseresten, können stehen bleiben oder werden zusätzlich berechnet. Eine kurze Einweisung des Personals und ein gut sichtbarer Hinweis am Stellplatz beugen dem vor.

Bekomme ich für gebrauchtes Frittierfett etwas?

In der Regel ja. ReFood vergütet gebrauchtes Frittierfett und Speiseöl, das getrennt von den Speiseresten im Oleo90 gesammelt wird. Mehr dazu auf frittierfett-entsorgen.de.

Ist das Angebot verbindlich?

Nein, Anfrage und Angebot sind kostenlos und unverbindlich. Eine Verpflichtung entsteht erst mit dem Vertrag. Bis dahin können Sie Behälter, Rhythmus und Abfallarten mit ReFood abstimmen.

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