Branche

Speiseresteentsorgung für Supermärkte und Lebensmittelhandel

Im Lebensmittelhandel fallen abgelaufene Ware, aussortiertes Obst und Gemüse, Reste der Salattheke und Backwaren an, verpackt und unverpackt. ReFood sammelt diese Lebensmittelabfälle getrennt nach Fraktion und führt sie der Verwertung in Biogasanlagen zu.

Zwei Fraktionen

Verpackte und unverpackte Lebensmittel werden seit Mai 2025 getrennt gesammelt.

Verpackung

Nur Weichverpackung wie Folie, Netz, Schale, Becher oder Tetrapak, kein Glas, kein Blech.

Fleischtheke

Knochen, Fett und Schwarten werden getrennt erfasst und spezialisiert verwertet.

Filialen

Für Filialnetze in mehreren Regionen gibt es einen zentralen Ansprechpartner.

Welche Lebensmittelabfälle im Handel anfallen

Im Supermarkt entstehen Lebensmittelabfälle in fast jeder Abteilung. In der Obst- und Gemüseabteilung werden welker Salat, beschädigtes Obst und Ware aus eingerissenen Netzen aussortiert. An der Backstation bleiben am Abend Brot und Brötchen übrig. Aus den Kühlregalen kommen Joghurt, Käse und Aufschnitt mit überschrittenem Mindesthaltbarkeitsdatum, aus der Tiefkühlung Ware, deren Kühlkette unterbrochen wurde.

Dazu kommen Bereiche, die eher einer Küche ähneln: Salattheke, heiße Theke oder ein Imbiss im Markt. Die Reste von dort sind unverpackte Speisereste. Auf Wochenmärkten sind es vor allem unverpackte Marktabfälle wie Obst- und Gemüsereste.

Verpackt und unverpackt getrennt sammeln

Seit der Novelle der Bioabfallverordnung zum 1. Mai 2025 müssen verpackte und unverpackte Lebensmittel getrennt erfasst, gesammelt und verarbeitet werden. Für einen Markt bedeutet das in der Regel zwei Behälter: einen für unverpackte Ware wie Obst, Gemüse, Brot und Reste der Salattheke, einen zweiten für verpackte Lebensmittel.

In den Behälter für verpackte Ware dürfen Obst und Gemüse in Folie, Netz oder Schale, Milchprodukte in Kunststoffbechern oder Tetrapak, verpackter Käse und Aufschnitt sowie Tiefkühlware. Nicht erlaubt sind Glas und Blech, also etwa Gurkengläser oder Konserven. Verpackte Lebensmittel werden in der Niederlassung zuerst maschinell entpackt. Das ist aufwendiger als die Verarbeitung unverpackter Reste und macht diese Fraktion teurer. Ware, die Sie selbst auspacken, zählt als unverpackt. Mehr dazu auf der Seite Entsorgung verpackter Lebensmittel.

Fleisch- und Wursttheke

Märkte mit Bedientheke haben eine weitere Fraktion: Knochen, Fett und Schwarten sowie Fleisch- und Fettabschnitte und überlagerte Fleischreste. Diese Abfälle werden in eigenen Culino-Behältern mit 120 oder 240 Litern gesammelt. ReFood verarbeitet sie nicht selbst, sondern gibt sie an einen spezialisierten Verwerter der SARIA-Gruppe weiter. Verpackte Fleisch- und Wurstwaren aus dem Kühlregal gehören nicht in diesen Behälter, ihre Entsorgung wird gesondert abgestimmt. Einzelheiten finden Sie unter Knochen, Fett und Schwarten entsorgen.

Stellplatz, Hygiene und Abholung am Markt

Die Behälter stehen im Handel meist an der Warenannahme oder im Müllraum neben der Rampe. Sie müssen ebenerdig und ohne Hindernisse erreichbar sein, auch wenn gerade eine Anlieferung läuft. Die Culino-Behälter haben Rollen und einen Deckel und werden beim Tausch durch innen und außen gereinigte ersetzt. Im Lagerbereich stehen dadurch keine verschmutzten Tonnen, die gewaschen werden müssten.

Befüllen Sie jeden Behälter höchstens bis etwa 20 cm unter den Rand. Der Rhythmus richtet sich nach Ihrer Menge, zum Beispiel einmal oder zweimal pro Woche oder alle 14 Tage. Feste Abholtage gibt es nicht, weil sich Touren verschieben können. Nach Inventuren oder Sortimentswechseln melden Sie zusätzliche Abholungen so früh wie möglich an.

Größere Chargen und Sonderentsorgung

Fällt eine Kühlanlage aus oder muss ein Lager eine ganze Partie mit abgelaufenem Mindesthaltbarkeitsdatum ausbuchen, entstehen Mengen, die über die normale Tonne hinausgehen. Für solche Fälle bietet ReFood industrielle Sonderentsorgungen an, auch für Speditionen, Logistiklager und Distributionszentren. Diese werden einzeln abgestimmt. Melden Sie sich in einem solchen Fall möglichst früh und nennen Sie Art der Ware, Verpackung und ungefähre Menge.

Filialnetz und Nachweise

Handelsunternehmen mit Filialen in mehreren Regionen werden vom Großkundenvertrieb betreut, mit einem zentralen Ansprechpartner für alle Standorte. Für jede Fraktion wird im Vertrag der Abfallschlüssel mit dem Zusatz verpackt oder unverpackt festgehalten, im Handel zum Beispiel AVV 20 03 02 für Lebensmittel- und Marktabfälle und AVV 20 01 08 für unverpackte Speisereste aus Salattheke oder Imbiss. Jede Abholung wird digital dokumentiert.

Lebensmittel tierischen Ursprungs, die aus kommerziellen Gründen oder wegen Verpackungsmängeln nicht mehr für den Verzehr bestimmt sind, gelten als tierische Nebenprodukte der Kategorie 3. ReFood ist für deren Sammlung zugelassen und als Entsorgungsfachbetrieb zertifiziert. Nach der Hygienisierung bei mindestens 70 °C für mindestens eine Stunde entstehen in der Biogasanlage Strom, Wärme und Biomethan, der Gärrest wird zu Dünger.

Fragen

Häufige Fragen

Muss ich abgelaufene Ware vor der Entsorgung auspacken?

Nein. Verpackte Lebensmittel können nach Absprache in einem eigenen Behälter entsorgt werden, solange die Verpackung weich ist. Gläser und Konserven sortieren Sie vorher aus. Ware, die Sie selbst entpacken, können Sie als unverpackte Fraktion entsorgen.

Was kostet die Entsorgung im Lebensmittelhandel?

Die Kosten hängen von Anzahl und Größe der Behälter, vom Abholrhythmus und von der Fraktion ab. Verpackte Lebensmittel sind wegen der Entpackung aufwendiger als unverpackte. Einen Überblick über die Kostenfaktoren gibt die Seite Kosten der Speiseresteentsorgung.

Gilt das auch für Wochenmärkte und Marktstände?

Ja. Unverpackte Marktabfälle wie Obst- und Gemüsereste, Brot oder Reste aus Imbissständen werden im Culino-Behälter gesammelt. Nötig ist ein ebenerdiger Bereitstellungsort, an dem der Fahrer die Behälter tauschen kann.

Wie fordere ich Behälter für mehrere Märkte an?

Im Angebotsassistenten wählen Sie aus, dass Sie ein Angebot für mehrere Standorte benötigen, und tragen Ihren Hauptsitz ein. Bei Filialen in mehreren Regionen übernimmt der Großkundenvertrieb die Betreuung.

Kann ich auch Frittierfett aus dem Markt-Imbiss abgeben?

Ja. Gebrauchtes Frittierfett und Speiseöl sammelt ReFood im Oleo90-Behälter mit 90 kg Fassungsvermögen. Informationen dazu finden Sie auf frittierfett-entsorgen.de.

Mehr erfahren

Weitere Branchen

  • 01

    Gastronomie

    Speiserestetonnen für Restaurants, Cafés und Imbisse: Tausch gegen gereinigte Behälter und Abholung im passenden Rhythmus.

  • 02

    Hotels

    Für Frühstücksbuffet, Bankett und Hotelrestaurant: Speiserestetonnen im Tausch und ein Rhythmus, der zur Belegung passt.

  • 03

    Kantinen und Großküchen

    Für Kantinen, Mensen, Großküchen und Catering: Speisereste aus Ausgabe und Tellerrücklauf sicher und nachweisbar entsorgen.

  • 04

    Pflegeheime und Kliniken

    Für Pflegeheime, Seniorenheime und Krankenhäuser: hygienische Speiserestetonnen im Tausch und nachvollziehbare Nachweise.

  • 05

    Lebensmittelindustrie

    Für Bäckereien, Konditoreien und Lebensmittelhersteller: Produktionsreste, Retouren und Fehlchargen fachgerecht entsorgen.

Angebot für Ihren Betrieb anfordern

Beschreiben Sie kurz Ihren Betrieb und Ihre Mengen. Sie bekommen ein Angebot, das dazu passt, kostenlos und unverbindlich.

Angebot anfordernKostenlos und unverbindlich

Female Operator Working in Customer Support Center
Nach oben scrollen